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 Aktuelle Meldungen zum Thema ADHS

Barmer GEK diffamiert Eltern, Ärzte und Therapeuten

30.01.2013 Seit gestern ist in vielen Online-Ausgaben verschiedener Zeitungen zu lesen, was die "Barmer GEK" - eine Krankenkasse - herausgefunden haben will. Wirklich neues, oder überraschendes steht allerdings nicht in dem Bericht welcher vor der "Generation ADHS" warnt. Es handelt dabei viel mehr um die Anklage und Verurteilung von Medizinern und Eltern gleichermaßen.

Untermauert wird das Ganze durch gezieltes weglassen von Fakten und Umständen. Diese Form der Berichterstattung führt den Leser zu dem Schluß, das Eltern ihre Kinder nicht erziehen können oder wollen. Insbesondere arbeitslose Eltern werden von der Barmer GEK gnadenlos diffamiert.

 

Immer mehr ADHS-Diagnosen

Ein Hauptpunkt ist dabei die steigende Zahl der ADHS-Diagnosen. Diese sei in den Jahren 2006-2011 um 42% gestiegen. Berücksichtigt werden dabei alle Patienten unter 19 Jahren. Doch hier wird nur das halbe Bild dargestellt, und vermittelt einen katastrophalen Zustand. Die Wirklichkeit ist eine ganz andere!

Etwas, das die Berichterstattung weglässt, ist der Umstand, das nur wenige Ärzte bzgl. ADHS wirklich kompetent sind. Das begründet auch die langen Wartelisten bei den Ärzten, die sich mit ADHS beschäftigen. Wartezeiten von einigen Monaten ist heute immer noch die Regel. Und aufgrund dieses Umstandes ist die steigende Zahl nur eine logische Folge des Fachärztemangels. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Denn das Problem wurde schon vor 15 Jahren als "schwerwiegend" bezeichnet. Und es hat sich seitdem nicht viel getan, um das Problem aus der Welt schaffen.

Eine derartige Berichterstattung greift natürlich jene Ärzte an, welche sich um die ADHS-Familien kümmern. Angefangen bei der sehr aufwändigen und kostenintensiven ADHS-Diagnose bis hin zur Einleitung von Therapien und begleitenden Hilfen und Elternberatung.

Und sie ist eine Warnung an alle anderen Ärzte, die sich eigentlich mit dem Thema ADHS auseinandersetzen wollen, jedoch nicht zur Zielscheibe für falsche, halbe oder reißerische Berichterstattung werden wollen. Dies führt unweigerlich dazu, das der Engpass bei den ADHS-Spezialisten nicht behoben werden kann.

Wenn eine Krankenkasse Mediziner und Therapeuten öffentlich diffamiert, ohne sich zu informieren, kann es mit ihrer Kompetenz nicht so weit her sein. Die Qualifikation kann zumindest angezweifelt werden.

 

Eltern sind oft arbeitslos

Unter anderem habe man festgestellt, das viele Eltern betroffener Kinder arbeitslos seien. Dieser Beobachtung ist vermutlich nicht zu widersprechen. Jedoch lässt die Krankenkasse die Gründe dafür weg - bewusst?

ADHS gibt es nicht nur im Kindes- und Jugendalter, sondern begleitet den Menschen sein Leben lang. Die Probleme in der Kindheit verschwinden nur zum Teil. Andere Probleme verlagern sich oder verschärfen die Situation im Erwachsenenalter noch. Und ein wichtiger Punkt, in dem das ADHS eine wichtige Rolle spielt, ist der berufliche Werdegang. Diese Tatsache ist auch nicht neu. So wurde in der Vergangenheit diese Feststellung schon häufiger gemacht. Insofern ist die Beobachtung der Barmer GEK alt und wenig überraschend.

Aber auch hier hat sich in den letzten 15 Jahren kaum etwas verändert. Weder die Bundesagentur für Arbeit, noch die ARGE sieht sich in der Pflicht zu beraten oder weiterzuhelfen. Das Konzept "Fördern und Fordern" versagt völlig - nicht nur bei Erwachsenen, die von ADHS betroffen sind.

 

Barmer-GEK-Chef greift Eltern an

Der Chef der Barmer GEK Rolf-Ulrich Schenker, bezeichnet ADHS als Modekrankheit, und greift damit direkt die Eltern an, die bereits zu Hause, in der Schule als auch im Familien- und Freundeskreis permanent für ihre Kinder kämpfen müssen. Der Chef der Barmer GEK prügelt also auf jene ein, die bereits am Boden liegen! Mitglieder der Barmer GEK sollten sich besser überlegen, ob sie bei solch einer Krankenkasse versichert sein wollen …!!

Schlenker fordert außerdem dazu auf, andere Therapiemöglichkeiten anzuwenden, und nicht voreilig Medikamente zu verschreiben. Was er nicht weiß, oder bewusst weglässt, ist die Tatsache das lediglich rund 12% der ADHS-Behandlungskosten auf die medikamentöse Therapie entfallen. Die Behauptung der voreiligen medikamentösen Behandlung ist völlig realitätsfern!

Was Schlenker, bzw. die Barmer GEK ebenfalls weglässt oder ganz bewusst ignoriert, ist die Tatsache, das Pflichtversicherte auf Therapieplätze Wochen und Monate lang warten müssen - es sei denn die Eltern sind privat versichert. Die Zweiklassenmedizin wird hier mehr als nur deutlich. Aber auch dieser Umstand ist keine neue Erkenntnis.

Schlenker schlägt außerdem vor, das die Familien an Elterntrainings teilnehmen sollen. Die Kosten dafür betragen zwischen 400,-€ und 1.600,-€. Und diese Kosten übernehmen die Krankenkassen für gewöhnlich nicht. In diesem Sinne kann eine Krankenkasse diese Forderung aufstellen, weil ihr dadurch keine Kosten entstehen.

 

Fazit:

Wer über ADHS spricht, der muss sich mit der Materie auch auseinandersetzen!! "Nur davon gehört" reicht bei weitem nicht aus!!

Es zeugt von bodenloser Inkompetenz, eine Statistik zu erstellen und diese dann mangels Engagements und Fachwissens falsch zu interpretieren. Und weil das nicht reicht, veröffentlich man die falsche Interpretation auch noch und greift eine Patientengruppe sowie ihre behandelnden Ärzte und Therapeuten an. Eine Sauerei, die man sonst nur von der Presse kennt.

 


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Die Verlage beteiligen sich in Form von Artikeln an der Hetzjagd, indem sie die "Erkenntnisse der Barmer GEK" munter in die Welt hinausposaunen, ohne auch nur irgendeine Ahnung davon zu haben, was sich hinter den vier Buchstaben ADHS verbirgt!! Aber von den Medien ist die Patientengruppe das wenigstens schon gewohnt ...!

 

   
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