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 Aktuelle Meldungen zum Thema ADHS

ADHS-Medikament als Dopingmittel?

26.10.2013 Im Februar 2009 wurde von der DAK (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) in einer Untersuchung festgestellt, dass rund zwei Millionen Arbeitnehmer Medikamente zur Leistungssteigerung am Arbeitsplatz einnehmen.

Die DAK versteht unter „Leistungssteigerung“ in diesem Fall jedoch nicht das „klassische Doping“ wie im Sport. Vielmehr geht es um die Feststellung, dass Arbeitnehmer bei erhöhten psychischen Belastungen in der Arbeitswelt aufputschende, konzentrationssteigernde oder beruhigende Arzneien konsumieren, um im Job besser bestehen zu können.

Fazit der Untersuchung: Jeder fünfte Befragte hielt die Einnahme von Medikamenten in beruflich bedingten Stresssituationen für in Ordnung. Es handelt sich dabei also nicht um die Einnahme eines Medikaments aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit, sondern um den bewussten Nutzen von Medikamenten zur Bewältigung des Alltags oder von Stresssituationen.

Zum Einsatz kommen dabei Medikamente gegen Demenz, Antidepressiva, Betablocker und ADHS-Medikamente.

 

Dem Missbrauch auf der Spur

Die Ergebnisse der Untersuchung beruhen auf dem Vergleich von Diagnosedaten und Verordnungsdaten. Dabei wurde festgestellt, dass Medikamente abweichend von ihrer Zulassung verordnet wurden. Es liegt deshalb nahe, das Beschäftigte Medikamente auf eigenen Wunsch erhielten um mehr zu leisten oder Stressresistenter zu werden.

Ein Teil der untersuchten zwei Millionen Arbeitnehmern erhielten Medikamente, welche eigentliche zur Behandlung von ADHS zugelassen sind. Bei mehr als ein Viertel dieser Erwerbstätigen wurde bzgl. methylphenidathaltigen Medikamenten festgestellt, dass diese ohne dokumentierte oder bestimmungsgemäße Erkrankung ADHS-Medikamente verschrieben bekamen.

 

Imageschaden für echte ADHS-Fälle?

Obwohl die Untersuchung bereits im Februar 2009 publiziert wurde, wirft sie auch heute noch ein schlechtes Licht auf die Mediziner.

Es gibt auch bei Ärzten „gute“ und „schlechte“. Und nicht umsonst suchen Erwachsene für sich, oder Eltern für ihre Kinder, einen „guten“ Arzt, welcher eine umfangreiche Diagnostik vornehmen kann, um ADHS so sicher wie möglich festzustellen – oder auszuschließen.

Gar keine oder eine schlechte Diagnose lässt letztlich immer Zweifel aufkommen, wenn es um die Verschreibung von Medikamenten geht - unabhängig von der Krankheit.

Gerade auch bei ADHS ist eine medikamentöse Behandlung längst nicht immer der „Königsweg“. Wer zu schnell ein entsprechendes Rezept in der Hand hält, sollte besser einen anderen Arzt aufsuchen.

 

Doping am Arbeitsplatz

Die Frage, ob oder in wie weit „Doping am Arbeitsplatz“ geduldet wird, ist eine gesellschaftliche Frage, die zwar immer mal wieder diskutiert wird, aber ein relevantes Ergebnis gibt es noch nicht.

Das liegt vor allem auch daran, dass es den Betroffenen peinlich ist, Medikamente zur „Leistungssteigerung“ im Beruf einzusetzen. Denn der Einsatz von Medikamenten zeugt von Schwäche. Und in unserer Gesellschaft sind Schwächen verpönt.

Auf der anderen Seite steht die Frage, ob man das überhaupt zulassen darf oder soll. Möglicherweise ist die Zukunft unserer leistungsgeprägten Gesellschaft jene, in der Medikamente an der Tagesordnung stehen. Leichte Mittel wie z.B. Kaffee würde heute keiner verbieten. Die Diskussion steht noch am Anfang.

 


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Was die Untersuchung auch zeigt

Nachdem etwas über einem Viertel der Diagnostik offensichtlich nicht ausführlich genug oder gar nicht stattgefunden hat, bedeutet das im Umkehrschluss, dass rund drei Viertel aller Verschreibungen von methylphenidathaltigen Medikamenten bei Erwachsenen auf ausreichend gut dokumentierten Diagnosen beruhen.

 

   

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