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10-Jahre ADHS – ein ernüchterndes Ergebnis

08.10.2010 Heute möchte ich mich mit der „geschichtlichen Entwicklung“ bezgl. ADHS in Deutschland auseinandersetzen. Einfach mal Bilanz ziehen, und sich die Entwicklung in ihrer Gesamtheit neutral betrachten.

 

Methylphenidat für Erwachsene

Seit 2007 versucht MEDICE den Wirkstoff Methylphenidat auch für Erwachsene zuzulassen. Bislang ohne Erfolg. Die zuständige Behörde findet immer wieder etwas, das ihr gerade nicht passt. Beim Erstantrag, der nach der „EMMA-Studie“ gestellt wurde, wurde abgelehnt, da die Angaben zu den geschlechtsspezifischen Unterschieden im Ansprechen auf den Wirkstoff Methylphenidat nicht ausreichten. Auch waren die Angaben zur notwendigen Dosis zur Erreichung der Wirkung nicht ausführlich genug.

Auch die folgende QUEMA-Studie und der darauf erfolgte zweite Antrag wurden im Juli 2010 abgelehnt. Und so gibt es Methylphenidat für Erwachsene auch weiterhin nicht auf Kassenkosten.

Hinweis: Anders als von vielen angenommen, wächst sich ADHS im Erwachsenenalter nicht aus. Jedoch ist der Wirkstoff Methylphenidat für Erwachsene ADHS-Patienten immer noch nicht zugelassen.

 

Verschreibungen steigen immer weiter in den Himmel

In den letzten zehn Jahren sind die Verschreibungen so rasant gestiegen, wie bei keinem anderen Medikament. Das lässt nichts Gutes ahnen ….. Denn oft wird heute keine anständige Diagnose durchgeführt, sondern es wird erst mal Methylphenidat (z.B. Ritalin, Medikinet, Concerta) verschrieben. Und wenn es wirkt – positiv oder negativ – dann hat der kleine oder große Patient ADHS und bekommt es weiter. Über die Anzahl der Falschdiagnosen kann bestenfalls spekuliert werden. Und das macht es den wirklichen ADHS-Patienten nicht einfacher!

 

Der Termin beim Arzt

Die Diagnose von ADHS ist sehr aufwändig und besteht aus vielen Einzelbausteinen. Insgesamt erfordert die Diagnose viel Zeit und Nerven. Doch bei sinkenden Kassenleistungen haben Ärzte immer weniger Zeit für ihre kleinen und großen ADHS-Patienten. Weniger Zeit heißt mehr Druck. Und daraus erfolgen übereilte Diagnosen und eine schnelle Verschreibung von Methylphenidat. Überall in Deutschland beschweren sich Eltern von ADHS-Kindern über diese Situation. Und den Erwachsenen – welche die Diagnostik privat zahlen müssen – ergeht es trotz Privatzahlung nicht besser. Insgesamt hat sich diese Situation in den letzten zehn Jahren extrem verschärft.

 

Die Forderungen von Eltern, Patienten und ADHS-Verbänden

Es gibt bis heute keine Forderung der Eltern, die in den letzten zehn Jahren erfüllt worden wäre. Es gibt immer noch zu wenig fachlich kompetente Ärzte, die sich auf dem Gebiet ADHS wirklich auskennen. Sehr oft fahren Eltern und Patienten immer noch viele Kilometer, um einen kompetenten Arzt zu erreichen – und der ist dann natürlich hoffnungslos überlaufen.

Gleiches gilt für Therapeuten. Die immer wieder geforderte Multimodale Therapie bei ADHS kann aufgrund mangelnder Therapieplätze überhaupt nicht in die Praxis umgesetzt werden. Zu wenig Therapeuten mit zu langen Wartelisten sind die Realität.

Auch die Forderungen an Schulen laufen seit zehn Jahren unbeachtet ins Leere. Fortbildung der Lehrer ist in Sachen ADHS auch weiterhin freiwillig. Und ob die „ADHS-Fortbildungskurse“ etwas bringen bleibt fraglich, weil über die Inhalte nichts bekannt ist.

 

Lehrer als Diagnostiker im Einsatz

Vor zehn Jahren kannten Lehrkräfte das Konstrukt ADHS überhaupt nicht. Und jene, welche von ADHS wenigstens schon mal gehört hatten, waren sehr selten oder selbst in irgendeiner Weise davon betroffen.

Im Verlauf der Jahre sind die Lehrerinnen und Lehrer immer mehr auf das Thema Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom aufmerksam geworden. Meist durch die Medien, die bekanntlich auch gern mal das geschrieben haben, was die Auflage drastisch erhöhte – sprich der bewusste Vertrieb von Falschinformation. Warum Lehrkräfte und Erzieher die Falschinfos übernehmen ohne es zu hinterfragen, lässt sich nur auf Faulheit zurückführen.

Seit geraumer Zeit betätigen sich Pädagogen als Diagnostiker. So werden Eltern unbequemer Kinder schnell vor die Wahl gestellt: „Entweder das Kind bekommt Ritalin oder wir schmeißen ihr Kind aus der Schule raus!“ Die Diagnose ADHS stellt also immer öfter der (unfähige) Lehrer und nicht der dafür qualifizierte Arzt.

 

ADHS in den Medien

Auch zehn Jahre später wird ADHS von der Profitgier ausgenutzt. Die professionelle Verbreitung von dramatisierten Falschinformationen ist ein lohnendes Geschäft. Ob Print, TV oder Internet. Auch wer bei kompetenten Quellen Interviews führt, zerschneidet die Aussagen so, dass sie völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden und ein völlig falsches Gesamtbild entsteht.

 

ADHS-Kritiker sehen sich bestätigt

Engagierte ADHS-Kritiker sehen sich in ihren Meinungen und Ansichten bestätigt. Doch leider sehen die Damen und Herren immer nur eine Seite – ihre Seite -, und nicht die Ursachen für die bestehenden Missstände. Auch beteiligen sie sich nicht an der Verbesserung der Missstände und Schwierigkeiten, sondern prangern nur immer wieder – ohne selbst aktiv zu sein - an.

Auch sieht sich dieser Personenkreis zehn Jahre später noch immer nicht in der Lage, Forschungsergebnisse zu akzeptieren und sich auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Vielmehr gehen sie ihrer eigenen Ideologie nach, um ihr selbstherrliches Weltbild beizubehalten. Nicht mehr und nicht weniger.

Seit zehn Jahren ist auch bei den kritischen Stimmen nichts von einer Weiterentwicklung zu spüren. Seit zehn Jahren das gleiche Blabla.

 

Gesamtfazit:

Die letzten zehn Jahre waren geprägt von Stillstand Profilierungssucht. Von einem gemeinsamen "Ziehen an einem Strang" sind wir heute noch viel weiter entfernt, als vor zehn Jahren.

 


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ADHS-Vereine sind gekommen und gegangen. Engagierte EinzelkämpferInnen kamen, gaben sich viel Mühe - und verschwanden.

Einen "politischen Arm" hat diese Patientengruppe auch nicht, denn sonst wäre die Onlinepetition ein großer Erfolg geworden.

 

   
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