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Kritik an ADHS: Informationen

Presse verteufelt ADHS-Therapie aus Geldgier

In mehr oder weniger regelmäßigen Abst�nden berichtet die Presse über ADHS und den Therapiemöglichkeiten. Ganz besonderes Augenmerk haben die Schreiberlinge und "Profijournalisten" auf die medikamentöse Therapie geworfen. Diese wird sehr gern sehr falsch dargestellt.

Die Gründe für die bewusste Verbreitung von Falschinformationen finden ihren Ursprung darin, dass die die Falschnachrichten mit überschriften wie

  • "Doping für Kinder"
  • "Kinder werden Ruhig gestellt"
  • "Drogen für Kinder"
  • "Die Leistungspille für die Schule"

sich erheblich besser verkaufen lassen. Es hat sich bis heute noch jeder die Sendung angesehen, wenn im Titel ADHS steht. Gleiches gilt für Zeitung und Zeitschriften. Je falscher der Inhalt, desto höher die Auflage. Letztlich geht es dabei nicht um sachkundige Aufklärung Seitens der Profitjournalisten, sondern darum, möglichst viel Geld mit möglichst wenig Aufwand zu verdienen.

Selbst pädagogische Fachkräfte übernehmen diese Falschinformationen, weil sie in ihr eigenes Ökoweltbild besser hineinpassen, als harte Fakten. Denn wer harte Fakten anerkennt, der muss anfangen selber zu denken. Viele lehnen genau das leider vehement ab.

 

Was sind die gängigsten Vorurteile zum bzgl. ADHS?

ADHS ist ein Ergebnis mangelhafter Erziehung

Das Lieblingsargument: Die Kinder werden mit Medikamenten zugedröhnt, weil die Eltern unfähig sind ihr Kind zu erziehen.

Diese Aussage ist in sich schon falsch. Denn Eltern zögern erfahrungsgemäß sehr lange, bis sie sich zu diesem Schritt entschließen. Und ihr Weg zu dieser Entscheidung ist sehr steinig und hart. Es gibt viel zu bereden, zu überlegen um dann einen guten Weg zu finden. Fakt ist: Die Eltern machen sich die Entscheidung, ob jetzt mittels medikamentöser Therapie unterstützt werden soll oder nicht, ganz sicher nicht einfach.

Wer Eltern von ADHS-Kindern vorwirft, sie würden leichtfertig mit Medikamenten um sich schmeißen, der war selbst noch nie in einer vergleichbaren Situation, und sollte besser mal seine Vorlaute Klappe halten!

 

Medikamente heilen nicht und verändern das Gehirn

Das der am häufigsten angewandte Wirkstoff Methylphenidat ADHS nicht heilen kann, ist nichts Neues. Das ist seit vielen Jahrzehnten bekannt. Journalisten tun jedoch immer so, als wäre dies eine ganz neue Erkenntnis, von der sie unbedingt berichten müssten. Heilen können die Medikamente nicht, aber sie verringern die Probleme der ADHS-Patienten gewaltig. Aber das verkauft sich natürlich nicht so gut - und wird deshalb auch nicht publiziert.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass durch die Einnahme von Methylphenidat das Gehirn verändert wird. Solche Aussagen kommen gehäuft von den Personenkreisen, die auf "Star Trek" und andere Science-Fiction Filme stehen. Tatsache ist, dass der Wirkstoff MPH direkt im Gehirn wirkt und die Botenstoffe in die richtigen Bahnen lenkt. Aber ganz genau das soll das Medikament in der ADHS-Therapie ja auch machen. Die Presse verurteilt also ein Medikament, weil es bewirkt was es soll. Dieser Zusammenhang wird mir in hundert Jahren noch immer ein Rätsel sein.

Das die betroffenen Patienten manchmal (= nicht immer und nicht jeder ADHS-Patient wird medikamentös behandelt!!) durch eine medikamentöse Therapie überhaupt erst für Erziehung erreichbar werden, verschweigen die selbsternannten Experten aus der Presse sehr gerne. Denn durch die medikamentöse Therapie schafft man den Kindern überhaupt erst die Möglichkeit, die Anforderungen, die an sie gestellt werden zu bewältigen. Das betrifft beispielsweise weitergehende nichtmedikamentöse Therapien oder die Schulsituation. Begriffe wie "Doping" oder "ruhig stellen" sind hier fehl am Platz.

Interessant ist hier auch, dass die Presseleute gern einmal von "Doping" sprechen, und dann mal wieder von "ruhig stellen durch Medikamente". Zum einen ist beides falsch, und zum anderen - liebe Journalisten: Entscheidet euch mal!

 

Fazit: Wenn ich nicht genau wüsste, dass es sich um Geldmacherei auf Kosten von ADHS-Kindern und ihren Eltern handelt, würde ich an den Kompetenzen der (Fach-)Journalisten zweifeln.


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Von einer ADHS-Diät kann hier nicht gesprochen werden, da lediglich ein Farbstoff gestrichen wird, der längst nicht überall vorkommt. Hinzu kommt natürlich, dass es sich hier auch nicht um ADHS handelt, sondern um die Folgen von Nahrungsmittelzusätzen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ob in diesen Füllen die medikamentöse Behandlung durch Methylphenidat greift, ist derzeit nicht bekannt.

Stand 11/2010

 

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