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ADHS bei Kindern

ADHS-Kinder sitzen in der ersten Reihe?

Was haben Einschulung, Schulwechsel und generell der Schulbeginn nach den Sommerferien gemeinsam? Ganz klar: Eltern von ADHS-Kindern wollen, das ihre Kinder vorne in der ersten Reihe sitzen - in der Hoffnung sie lernen dort besser und sind weniger abgelenkt.

 

Wünsche und Sorgen

Die allermeisten Eltern von ADHS-Kindern verlangen jedes Jahr, das ihr Kind ganz vorne sitzt. Schließlich leidet es an einem Aufmerksamkeitsdefizit und muss deshalb unbedingt ganz vorne sitzen.

Lehrerinnen und Lehrer einer jeden Schulart hören das jedes Jahr. Aber sie hören das nicht nur von Eltern, deren Kinder von ADHS betroffen sind. Über die Hälfte der Eltern fordert die erste Reihe für ihr Kind ein. Gerade in den ersten vier Jahrgangsstufen ist es extrem. In den späteren Klassen kommt es immer noch oft vor, aber da wird es mit der Zeit weniger.

 

ADHS in der ersten Reihe ist unvorteilhaft

Eltern geben sich hier schlicht Illusionen hin. Denn Kinder, welche von ADHS betroffen sind, gucken dorthin, von wo sie abgelenkt werden. Die haben also ihre Augen meist hinten - und nicht wie erhofft vorne. Schülerinnen und Schüler in der ersten Reihe sitzen im Klassenzimmer mit dem Rücken zum "Weltgeschehen". Für ADHS-Kinder ist das pures Gift.

Der eigentlich ideale Sitzplatz ist für ein ADHS-Kind ganz rechts oder ganz links an der Wand (aus Lehrerperspektive). Der Vorteil ist klar: Von der Wand werden die Kinder nicht abgelenkt. Zu dieser Seite sind sie also vor Ablenkung sicher. Natürlich befinden sich oft Bilder, Wandkarten, etc. an den Wänden. Doch die sind nicht das ganze Schuljahr über interessant und verlieren an Potential, wenn es darum geht, das Kind abzulenken.

Der Blick nach vorne und - je nachdem wo die Wand ist - links bzw. rechts, gibt es dem Kind die Möglichkeit, die Klasse "im Auge zu behalten". ADHS wird in der Literatur auch gern als eine Eigenschaft des Jägers beschrieben. Er ist stets aufmerksam und saugt alles auf. Während das früher von Vorteil war, bietet es heute das eigentliche "Ablenkungspotential". Trotzdem darf man den Kindern das Bedürfnis nicht verwehren, stets den Überblick zu behalten. Vorne in der ersten Reihe wird dieses Verlangen unterdrückt und sorgt unweigerlich für Aufmerksamkeitsschwierigkeiten.

Es ist leichter dem Unterricht zu folgen, wenn man ab und zu abgelenkt ist. ADHS-Kinder analysieren kurz, "haken es ab" und können sich ihren Aufgaben leichter wieder widmen, als wenn sie sich umdrehen und nach hinten gucken müssen, um das Geräusch zu identifizieren, welches sie gerade abgelenkt hat.

Ein Platz an vorderster Klassenzimmerfront hat aber noch einen weiteren signifikanten Nachteil: Das Kind kann andere Kinder nicht sehen. Erziehung findet nicht nur zwischen Eltern und Kindern, bzw. Lehrkräften und Kindern statt, sondern auch zwischen Kindern und Kindern.

Kinder vergleichen, beobachten, prüfen und entwickeln sich auch dadurch weiter, indem sie sich selbst mit ihren Gleichaltrigen auf den Prüfstand stellen. Sitzen ADHS-Kinder ganz vorne im Raum, und können ihre Mitschüler nicht beobachten, können sie ihr eigenes Verhalten nicht mit jenem der Mitschüler vergleichen und sich ggf. anpassen.

Ein dritter und letzter Grund weshalb die erste Reihe negativ einzuschätzen ist, besteht darin, das bei Fehlverhalten die ganze Klasse den ADHS-Schüler wie auf einem Präsentierteller beobachten und womöglich sogar auslachen könnte. Für das betroffene Kind wäre das die Hölle auf Erden. Würde das Kind ganz links / ganz rechts und eher Mittelfeld sitzen, würden bestimmte Verhaltensweisen nicht auffallen, weil sie keiner wirklich sehen kann.

 


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Wo ist der richtige Platz für mein Kind in der Klasse?

Am besten ist es ganz links / ganz rechts und dann im Mittefeld.

Die Lehrkräfte sind übrigens über derartige "Sonderwünsche" erfreut. Denn jedes Kind, das im Auftrag der Eltern freiwillig nicht vorne sitzen muss, ist eine wesentliche Diskussion weniger.

Schlussendlich ist eines auch klar: Es können nicht alle Kinder vorne sitzen.

 

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