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ADHS bei Kindern

ADHS Privatschule

Privatschulen genießen für gewöhnlich ein höheres Ansehen als die "Regelschule", die "jeden" aufnehmen muss. Ein höheres Ansehen ist jedoch nicht die Lösung, die Eltern von ADHS-Kindern suchen. Eltern suchen eine adäquate Beschulung ihres Kindes und können insofern auf die künstliche Besserstellung ganz gut verzichten.

 

Wenn die Privatschule mit ADHS wirbt

Es gibt inzwischen eine ganz Reihe von Privatschulen, die sich damit bewerben, das sie sich mit ADHS auskennen würden, und genau auf diese Zielgruppe von ADHS trainiert sind. Sie werben mit idealen Schulbedingungen. Auf Internetseiten und Prospekten sieht es meist auch seriös aus.

Die meisten Eltern sind jedoch oft vom Hochglanzpapier geblendet, und vergessen völlig, das die Privatschule in erster Linie daran interessiert ist, Geld zu verdienen. Die Zielgruppe ADHS bietet bereits seit einigen Jahren einen lebhaften Markt, zu dem auch Privatschulen beitragen, und sich so Kunden sichern. Die Beschulung ist hier oft genug eine Nebensache.

 

Sozialfall oder Reich

Privatschulen können sich ihre Schüler aussuchen. Problemkinder haben da für gewöhnlich wenig Platz. Und die Plätze für Kinder, deren Schulgeld vom Jugendamt bezahlt wird, sind auch nicht gerade so gern gesehen. Reiche bleiben gern unter ihres Gleichen. Einen Platz zu finden und zu bekommen ist also sehr schwierig.

 

Probleme bleiben die gleichen - oder werden verstärkt

Eine Tatsache die Eltern immer wieder einholt, ist jene, das die bestehenden Probleme sich durch einen Wechsel von der Regelschule in die Privatschule nicht einfach "abschalten" lassen. Das Gegenteil ist meistens die Realität. Und oft werden die bereits existierenden Schulprobleme noch verstärkt.

Das Kind kommt zwar in "gehobene Kreise", kann aber aufgrund seiner sozialen Herkunft nicht mithalten. Ausgrenzung ist die häufigste Folge. Dieses mal aber nicht wegen ADHS, sondern allein durch den sozialen Hintergrund. Die ADHS-Problematik kommt dann noch hinzu und liefert den Mitschülern genügend Munition für Mobbing und Angriffe, gegen die sich das ADHS-Kind meist nur durch Aggressivität wehren kann.

Bis die Eltern das merken, ist es meist viel zu spät. Die Privatschule beendet den Vertrag - und die Sache ist "gelaufen".

 

Schule hat keine therapeutischen Aufgaben

Etwas das gern übersehen wird, aber in Deutschland allgegenwärtig ist: Schulen haben keine therapeutischen Aufgaben. Das gilt für Privatschulen ganz genauso wie für die Regelschule auch. Schule und Therapie sind zwei Paar Schuhe.

Natürlich kann eine Privatschule aufgrund ihrer Eigenschaften, wie z.B. kleinere Klassen und mehr Betreuungspersonal, für Kinder mit ADHS von Vorteil sein. Aber eine Therapie ist praktisch ausgeschlossen.

 

Kann eine Privatschule trotzdem Sinn haben?

Eine Privatschule kann durchaus Sinn machen. Privatschulen sind oft besser ausgestattet in Sachen Lehrmittel und technischem Equipment. Oft haben sie kleinere Klassen und mehr als nur eine Lehrkraft zur Verfügung. Aber das spielt im Grunde genommen alles keine Rolle.

Die Kernfrage, die sich Eltern stellen müssen, lautet: Was kann eine Privatschule effektiv besser machen als eine Regelschule? Und dann kommt es auf die Details an. Ein Hochglanzprospekt und vage Versprechungen können da keine Antwort sein.

Wäre eine kleinere Klasse oder eine bessere Schulausstattung die Lösung aller Probleme von ADHS-Kindern, dann hätte man dies längst festgestellt und auch in der Regelschule darauf reagiert.

 

Ist es einen Versuch Wert?

Ob ein Versuch sinnvoll ist oder nicht, muss genau abgewogen werden. Wechselt ein Kind die Schule, dann ist das für ADHS-Kinder ein sicheres Zeichen dafür, das sie nicht gemocht und somit abgelehnt werden. Für Kinder ist das eine schlimme Sache, weil sie das sehr persönlich nehmen - zu Recht.

Wenn ein Kind also in die Privatschule wechselt, dann müssen die Eltern das "gut verpacken", warum ein Schulwechsel erforderlich ist.

Aber wie erklären Sie ihrem Kind, das nach 4 Monaten die Privatschule den Vertrag gekündigt hat, weil das ADHS-Kind einen Tisch zertrümmert hat? Das Kind, welches in einer extremen emotionalen Lage war, empfindet den Rausschmiß als eine Bestrafung. Eine weiterer Ort, von dem das Kind abgelehnt wird. Und wieder nimmt es das ADHS-Kind sehr persönlich.

Dritte Schule - und jetzt wird es dem Kind egal. Es ist an Ablehnung und Bestrafung gewöhnt. Es hat wenig Antrieb sich zu integrieren oder sich zu "benehmen". Denn das Kind weiß, das es doch keinen Sinn hat - und die Schule bald wieder wechseln wird. Wozu also sollte sich das Kind den Aufwand machen?

Ist es einen Versuch Wert? Beurteilen Sie die Lage ihres Kindes realistisch, und überlegen Sie genau, was Sie da tun wollen - und warum.

 


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ADHS Kinder brauchen stattdessen eine klare Richtung vorgegeben. Ein deutlicher Rahmen in dem sie sich frei bewegen können ist in Ordnung, aber über gewisse Grenzen darf sich das Kind nicht hinausbewegen. Doch steht dies im krassen Widerspruch zur heutigen Erziehung der Moderne.

Erziehung ist kein Kinderspiel. Und auch Tabletten entlassen Lehrer, Erzieher und Eltern nicht aus ihrer Verantwortung den Kindern gegenüber!

 

Weiterführende Informationen

 

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