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ADHS bei Jugendlichen

Jugendliche mit ADHS und der Umgang mit Alkohol

Während die medizinische und pädagogische Fachwelt sich darüber einig ist, das Kinder und Jugendliche die von ADHS betroffen sind weniger von Alkohol konsumieren als gesunde Kinder, sagt der objektive Blick der Vernunft etwas ganz anderes.

Wie in den vergangenen Tagen in den Medien zu lesen war, ist der Alkoholkonsum unter Kindern und Jugendlichen stark angestiegen. Dabei ist bemerkenswert, dass die Altersgrenze sich um zwei bis drei Jahren nach unten bewegt hat. Bereits Grundschüler im Alter von zehn Jahren greifen zum Alkohol.

Kampftrinken, Flatrateparty und Komasaufen (übermäßiger Alkohlkonsum) ist überall in Deutschland ein unter Kindern und Jugendlichen voll Spannung erwartetes Event am Wochenende - auch bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS!

 

Besonderes Risiko bei Kinder und Jugendlichen mit ADHS

Das Risiko dem Alkohol zu verfallen ist bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS besonders hoch. Hauptgrund für das stark erhöhte Risiko ist der Gruppenzwang. Wer nicht trinkt, oder nichts verträgt wird ausgeschlossen oder entwickelt sich zum Außenseiter.

Das "besser sein als andere" ist für viele ADHS-Kinder eine weitere Ursache für den extremen Alkoholkonsum. Denn nur wer am meisten verträgt, wird auch nächstes Wochenende wieder zum Saufen eingeladen. Und da ADHS-Kinder und Jugendliche oft sozial ausgegrenzt werden, wird ihnen durch solche Saufpartys der Weg in ein soziales Gefüge eröffnet. Viele Außenseiter erfahren hier erstmals eine Gruppenzugehörigkeit, sowie eine Akzeptanz ihrer Person. Auch spielt es eine Rolle, dass derjenige, der am meisten Alkohol konsumiert einen hohen sozialen Status in der Gruppe hat, und entsprechend von anderen bewundert wird.

 

Eine medikamentöse Behandlung schützt nicht

Eine medikamentöse Behandlung des ADHS hat keine schützende Wirkung in solch einem Fall. Denn der Alkoholmissbrauch kann in diesem Fall nicht als "Selbstmedikation" der jugendlichen Säufer betrachtet werden.

 

Viele Eltern können ihre Kinder nicht dauerhaft kontrollieren

Je älter die Kinder sind, desto schwieriger ist es, diese "unter Kontrolle" zu behalten. Doch das schützt Eltern nicht vor Konsequenzen, wenn sie ihre Kinder vom Krankenhaus oder der Polizeidienststelle abholen müssen.

 


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Vorbeugende Maßnahmen: Was Eltern tun können

  • Ihr Kind kann Freunde zu sich nach Hause einladen
  • Lernen sie andere Eltern kennen, zu denen ihr Kind durch seine Freunde häufiger Kontakt hat
  • Verbannen sie den Alkohol aus ihrem Zuhause
  • Ihr Kind muss sich abmelden und sagen wohin es geht, wenn es das Haus verlässt
  • Ihr Kind muss sich einmal pro Stunde telefonisch melden, wenn es mit anderen unterwegs ist
   

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