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Familie

ADHS braucht Brücken

Oft genug verbinden Außenstehende ADHS mit einem ungezogenen Kind, oder einem Erwachsenen, der „schwer im Umgang“ ist. Und darum überrascht es auch nicht, wenn man sich mit ADHS vorkommt, als wäre man auf einer einsamen Insel.

 

Frei und doch einsam

ADHS verleitet zur Einsamkeit. Auf einer Insel ist niemand. Nur ich. Gut, nur ich und mein ADHS. Niemand besucht die Insel, und genau aus diesem Grund kann ich so sein, wie ich bin, und nicht, wie man es von mir erwartet. Hier lenkt mich nichts ab.

Ich gehe meinen Beschäftigungen nach. Aber was viel wichtiger ist: Wenn ich im Chaos versinke und versage, dann sehe das nur ich. Nur ich. Sonst keiner. Und darum muss mir das auch nicht unangenehm sein.

Ich kann meine eigene Schrift kaum lesen. Völlig verkrakelt. Ist aber egal. Es sieht sonst keiner. Ich habe heute mein Handy gesucht. Seit dem Einkaufen war es verschwunden. Im Kühlschrank zwischen dem Gemüse habe ich es dann gefunden. Hat keiner gesehen. Und ich erzähle es auch niemanden. Gestern ist die Waschmaschine kaputtgegangen. Die nasse Wäsche vom Montag habe ich völlig vergessen. Heute ist Freitag. Vermutlich habe ich auch deshalb seit zwei Tagen keine Socken mehr. Niemand fragt danach. Gut so. Die einfachsten Dinge entgleiten mir. Aber ich erzähle nichts. Manchmal weine ich. Alleine. Manchmal lache ich – wenn keiner guckt.

Ich habe so gut wie keinen Kontakt nach draußen. Auf Geburtstage werde ich nicht eingeladen, und Freunde, mit denen ich ins Kino gehen könnte gibt es nicht. Es gibt nur mich und meine Insel. Der einzige Kontakt nach draußen ist mein Computer, mein Handy und meine Spielekonsole. Auf Facebook habe 203 Freunde. Die Kontaktliste im Handy ist leer. Die Spielekonsole nutze ich zum Musikhören und zum Spielen. Ich bin gut in Ballerspielen, weil ich eine schnelle Reaktionsfähigkeit habe, und sofort Feedback bekomme. Teamplay ist nicht meins.

Ich fühle mich frei.

Ich fühle mich einsam

Abends, oder besser gesagt Nachts, wenn ich schlafen gehe, dann denke ich viel nach. Was kann ich mit meinem Leben anfangen? Schaffe ich den Tag morgen? Ich will meine Insel nicht verlassen. Ich glaub, ich kriege Bauchschmerzen. Vielleicht werde ich bis morgen krank? Dann kann ich auf meiner Insel bleiben. Dann bleibe ich zuhause. Dort wo ich mich wohl fühle. Mir geht es nicht gut. Gut, das es keiner weiß. Gut, das es keiner sehen kann. Ich habe Angst.

 


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ADHS braucht Brücken

Ob Kind oder Erwachsen: Wie es im Inneren aussieht, ist von außen oft nicht zu erkennen. Und darum brauchen Kinder und Erwachsene die von ADHS betroffen sind, Menschen vom Festland, welche sich im Brückenbau auskennen.

ADHS braucht seine Insel. Und Inseln brauchen Brücken.

Vielen Dank fürs Lesen.

 

 

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