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ADHS bei Erwachsenen

ADHS und Kommunikation

Das Chaos beherrscht den Kopf

Situation 1

Ein Ehepaar hat gerade Zoff. Und beide haben ADHS. Die Unterhaltung könnte so aussehen:

    SIE heult (rennt hektisch in die Küche und rempelt das Stativ an): "Du hast mich gar nicht mehr lieb"

    ER brüllt (läuft ihr frustriert hinterher): "Das ist kein Grund, meine Kamera umzurenen"

Dabei bekommt ER überhaupt nicht mit, was SIE gerade gesagt hat. ER hat nur gesehen, dass SIE die Kamera anrempelt und geht deshalb "in die Luft". Und SIE sieht sich in ihrer Annahme bestätigt, dass ER SIE nicht mehr lieb hat, weil er darauf gar nicht antwortet.

IHM geht es um die Kamera und IHR um die Beziehung. Und beide vergaloppieren sich völlig. Alles nur, weil ER durch das Anrempeln der Kamera schon nicht mehr mitbekommen hat, was SIE eigentlich gesagt hat.

 

Situation 2

    SIE ruft zu ihm (sitzt im Wohnzimmer und ruft zu ihm): "Wir brauchen noch sowas"

    ER ruft zurück (sitzt im Schlafzimmer am PC): "Waas?"

    SIE ruft lauter: "Sowas!"

    ER brüllt genervt aus dem Schlafzimmer zurück: "Maaaan!! WAS WILLST DU DENN!?"

    SIE ruft: "Ich habe nur gesagt das wir sowas noch brauchen!"

    ER total angenervt und schreit: "Boah, verdammt was willst Du? Ich kapier nichts!"

    SIE kommt ins Schlafzimmer und schreit zurück: Du brauchst gar so pissig zu schreien. Ich habe nur gesagt das wir sowas noch brauchen!"

    ER brüllt Sie an: "Jaaa doch! Was willst Du??!!"

ER als auch SIE ist zu faul um dem anderen ordentlich zu sagen was los ist. Und SIE schafft es nicht mal, die Sache beim Namen zu nennen, die SIE "noch braucht". Und beide schreien sich dann an und haben Streit, obwohl eigentlich überhaupt nichts los ist.

 

Richtig zuhören

Zuhören ist eine Kunst. Und "Kunst" kommt von "Können". Und gerade bei ADHS ist es für die Betroffenen äußerst schwierig das gesprochene Wort zu verstehen und zu begreifen. Und wenn beide ADHS haben, dann wird es erst richtig lustig.

Die Ursache dafür ist die kurze Aufmerksamkeitsspanne. Das Zeitfenster zum Zuhören ist sehr kurz - oft viel zu kurz. Oftmals kann man sogar beobachten, dass wenn man einem ADHSler ins Gesicht sagt, was er tun soll, dann hat er es im nächsten Augenblick schon wieder vergessen. Und er vergisst es, weil er gerade etwas anderes im Kopf hat und eigentlich gar nicht zuhört, obwohl es so aussieht, als würde er verstehen was gesagt wird.

Oder, ein anderes Problem: Jemand sagt etwas zu einem ADHS-Patienten, das Gesagte kommt dort aber im ersten Moment nicht an. Das Gehirn benötigt einen Moment, um die soeben empfangene Information zu verarbeiten. Der ADHS-Patient merkt, daß der andere etwas gesagt hat, und meint, er hätte es nicht verstanden und fragt deshalb noch einmal nach. Und in dem Moment, wo der Patient nachfragt, dringt die Botschaft des Gesagten erst zu ihm oder ihr durch. Klingt im ersten Moment lustig, ist es aber leider nicht. Oft hat der Patient hinterher das Gefühl, nicht mehr für voll genommen zu werden, was wiederum schlecht für dessen Selbstwertgefühl ist, von dem AD(H)S-Patienten ohnehin meist zu wenig haben.

Beobachtungen zufolge hat eine technische Nachricht einen viel höheren Stellenwert, als das gesprochene Wort. Erhält der ADHS-Patient eine E-Mail auf seine Smartphone, dann wird er ständig daran erinnert, dass er (zum Beispiel) noch etwas ganz bestimmtes Einkaufen soll - es sei denn, er löscht die E-Mail natürlich. Dann ist die Information weg. Der Grund dafür ist auch ganz einfach: Er überprüft mehrfach pro Tag seinen Posteingang mittels Handy, und bleibt so immer auf dem aktuellen Stand.

Zettel dagegen funktionieren nur selten. Sie werden eingesteckt und dann vergessen. Oder sie werden irgendwo hin geklebt und werden übersehen. Sie bekommen etwas gesagt und vergessen es gleich wieder.

Zudem tut sich der Patient mit dem geschriebenen Wort etwas leichter, da es einige Leute gibt, die manchmal selbst ihre eigene Handschrift nicht mehr erkennen. Und der Patient hat so natürlich auch die Möglichkeit, die Nachricht mehrmals zu lesen und so den Sinn besser zu erfassen.

 


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Kommunikation und ADHS ist ein ganz schwieriges Thema. Und dieses zu vermitteln, wie ein Erwachsener mit ADHS tickt, ist gar nicht so leicht zu erklären. Das gilt besonders dann, wenn jemand sich das nicht mal ansatzweise vorstellen kann. Denn was für andere "normal" ist, ist bei ADHS alles andere als normal (und umgekehrt).

   

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