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ADHS bei Erwachsenen

Kündigung des Arbeitsvertrags wegen ADHS?

Oft stellen sich erwachsene ADHS-Patienten die Frage, ob sie ihrem Vorgesetzten sagen sollen, dass sie an ADHS erkrankt sind. Der tiefere Sinn liegt oftmals darin, dass der Patient mehr Verständnis für sich einfordern möchte.

Der Kern der Frage ist jedoch in Wirklichkeit der, ob man dadurch seinen Arbeitsplatz verlieren kann. Und diese Frage kann mit einen ganz klaren "ja" beantwortet werden. Es ist möglich, seinen Arbeitsplatz dadurch zu verlieren. In solch einem Fall spricht man von einer "krankheitsbedingten Kündigung".

Unter einer krankheitsbedingten Kündigung versteht man eine Kündigung, welche darauf beruht, dass der Arbeitnehmer seine Arbeit krankheitsbedingt nicht mehr, oder unzureichend, erfüllen kann. Es handelt sich dabei um einen Unterfall aus einer "Kündigung aus Gründen in der Person" und ist rechtlich zulässig.

 

Welche Umstände rechtfertigen eine solche Kündigung?

Es müssen drei Kriterien erfüllt werden, damit eine krankheitsbedingte Kündigung rechtswirksam ist. Es ist nicht ausreichend, wenn nur ein oder zwei Kriterien erfüllt sind. Nach geltender Rechtsprechung müssen alle drei Kriterien erfüllt sein. Und diese sind:

Es liegt eine negative Gesundheitsprognose vor. D.h. es ist nicht zu erwarten, dass der Arbeitnehmer wieder gesund wird, oder nicht gesund genug wird, um seine Tätigkeit im Unternehmen voll ausführen zu können. Unter einer negativen Gesundheitsprognose versteht man auch eine Leistungsminderung, häufige Kurzkrankheiten oder eine lang andauernde Krankheitszeit.

Die betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers sind beeinträchtigt. Dies liegt beispielsweise dann vor, wenn der Betriebsablauf durch die Erkrankung erheblich gestört wird (Stichwort Fehlzeiten). Ebenso wären andauernde Lohnfortzahlungskosten dem Arbeitgeber nicht zuzumuten.

Interessen müssen abgewogen werden. In einer Interessenabwägung wird überlegt, was für beide Parteien das Beste ist. Wenn ein Patient die Tätigkeit nicht mehr machen kann, dann ist es besser, wenn der Arbeitnehmer die Kündigung annimmt, weil ihm dann die Arbeit auch nicht mehr zumutbar wäre. Betrachtet werden auch zum Beispiel Fehlzeiten, Lebensalter, Krankheitsursachen und so weiter. Nur wenn die Interessenabwägung für das Unternehmen positiv ausfallen, ist das Kündigungskriterium erfüllt.

 

Muss der Arbeitgeber mich vorher abmahnen?

Nein, denn eine Erkrankung ist nicht abmahnfähig. Für eine Krankheit kann man nichts.

 

Kann ich gegen eine krankheitsbedingte Kündigung vorgehen?

Arbeitnehmer können gegen diese Kündigung vorgehen. Doch es ist sehr wichtig, dass dies mit Hilfe eines Anwalts passiert. Außerdem sind die Fristen unbedingt einzuhalten. Es handelt sich hierbei dann um eine "Kündigungsschutzklage". Es empfiehlt sich in der Regel eine Abfindung auszuhandeln. Denn wer einmal auf der "Abschussliste" steht, der wird sich in diesem Unternehmen selten wieder wohlfühlen.

 

Fazit:

Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er seinem Arbeitgeber sagt, dass er (oder sie) ADHS hat. Das mögliche Risiko trägt am Ende jeder selbst. Grundsätzlich ist jedoch davon abzuraten, da es sich nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt.

 


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Dies gilt übrigens auch für Jugendliche und junge Erwachsene in der Berufsausbildung. Eltern laufen gern in die Unternehmen, und betteln um eine Besserstellung ihres Kindes und treten das Thema ADHS sehr breit. Von solchen Aktionen kann nur abgeraten werden!

Ausbildung und Beruf hat mit der Schulzeit aus der Kindheit nicht viel gemeinsam. Und auch wenn es schwerfällt, müssen die großgewordenen Kinder sich selbst durchbeißen!

   
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