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Grundinformationen zu ADHS

Wie wichtig sind medizinische Details zu ADHS für mich?

Wer sich lange genug mit dem Thema ADHS auseinandergesetzt hat, für den sind Begriffe wie Neurotransmitter, DSM 4 und so weiter geläufig. Viele glauben erklären zu können, was ADHS ist - im medizinischen Sinne. D.h. sie glauben, sie wüssten wie ein synaptischer Spalt funktioniert, wie eine Gehirnzelle oder eine Nervenzelle aufgebaut ist. Sie wissen, wie die Zellen auf Medikamente reagieren sollen, und so weiter.

Vor allem in Onlineforen kann man mit diesem medizinischen Halbwissen auffallen. Und das sogar positiv. Es gibt genug, die dann vor dem Bildschirm sitzen oder auf ihr Smartphone starren und sich denken "der weiß nicht nur viel, der weiß Bescheid".

 

Was brauche ich wirklich?

Obwohl die Betroffenen sicherlich viel Wissen, stellt sich einem am Ende die Frage: Welchen tatsächlichen Vorteil habe ich als Patient, wenn ich medizinisch erklären kann, was ADHS ist, wie es funktioniert und was genau zu machen ist, wenn die Diagnose korrekt gestellt wurde?

Fakt ist: Um sein Leben "auf die Reihe" zu bekommen, ist dieses medizinische Wissen schlicht unnötig. Im Kern reicht es zu wissen, dass ADHS vorliegt und was man jetzt am besten machen kann, sofern Probleme vorhanden sind.

Ein Aufmerksamkeitsdefizit wird nicht durch das Wissen behoben, wie es entsteht. Hyper- oder Hypoaktivität geht nicht weg, wenn ich das Wort "Methylphenidat" buchstabieren kann, während es "Microsoft Word" immer noch rot unterringelt und als falsch erachtet.

 

Was ist gut zu wissen?

Einem ADHS-Patienten geht es nicht besser, wenn er die EMMA-Studie auswendig vor dem Weihnachtsbaum aufsagen kann. Es geht ihm aber besser, wenn er von seinem ADHS weiß, und sich auf seine Schwächen einstellen kann. Wenn der Patient gelernt hat, mit "seinem ADHS" umzugehen.

Richtig gut geht es ihm, wenn er seine Schwächen und Probleme in einen persönlichen Vorteil ummünzen kann. Denn das was man bei ADHS als Symptome beschreibt, kann an einigen Stellen sogar von Nutzen sein - wenn man weiß wie.

 

Hintergrundwissen ist nicht falsch

Natürlich ist es gut, sich mit ADHS zu beschäftigen, wenn das eigene Kind, der Partner oder jemand im näheren sozialen Umfeld betroffen ist. Die Frage ist nur, ob es zwingend erforderlich ist, einen Teil des Medizinstudiums in seinen Kopf zu bekommen, nur um ADHS medizinisch zu verstehen und anderen erklären zu können.

In Wirklichkeit bringen diese Details einem keinen signifikanten Vorteil. Eigentlich kostet es nur Zeit und Energie. Und beides ist bei ADHS an anderer Stelle zweifellos besser aufgehoben.

 

Wie erkläre ich anderen ADHS?

Um anderen ADHS zu erklären, sollte auf ein anschauliches Model zurückgegriffen werden. Etwas, das sich mein gegenüber vorstellen und verstehen kann. Man muss immer daran denken, das jener, dem ADHS erklärt wird, bestenfalls mal "etwas davon gehört" hat.

Mit medizinischen Fachausdrücken kommen nur wenige zurecht - egal ob richtig oder falsch genutzt. Deshalb sind sie ungeeignet für Erklärungen und völlig fehl am Platz.

 

ADHS jemanden erklären:

"Damit unser Gehirn arbeiten kann, werden unter den Gehirnzellen Informationen ausgetauscht. Stell Dir vor, ein Gehirn ist wie der Grand Canyon. Sehr lang, sehr breit. Aber unserer ist mit Wasser gefällt und besitzt ein hohes Fassungsvermögen.

Nehmen wir also an, das beide Ufer jeweils eine Gehirnzelle darstellen. An einem Ufer liegen Informationen für das andere bereit. Um sie hinüber zu transportieren nutzen wir kleine Schiffe. Jedes Schiff kann aber nur begrenzt Informationen aufnehmen. Deshalb brauchen wir für viele Information auch viele Schiffe.

Bei einem gesunden Menschen kommen alle Schiffe in kürzester Zeit an. Die Information kann jetzt weiterverarbeitet werden.

Bei ADHS kommen nicht alle Schiffe sofort an das andere Ufer. Ein Teil der Schiffe geht unter. Ein anderer Teil kommt erst viel später an. Ein dritter Teil kommt sofort an. Da aber nicht alle Informationen sofort vorliegen, einige auf dem Weg verloren gegangen sind, kann die gelieferte Information nicht weiterverarbeitet werden.

Und das ist ADHS.

Eine Medikamentöse Behandlung kann man sich hier auch gut vorstellen. Die Schiffe bekommen einen Lotsen, der sie dorthin bringt, wo sie hin sollen. Lässt man das Medikament (z.B. Medikinet; Ritalin, Concerta, etc.) weg, sind auch die Lotsen weg.

Ziel der Behandlung von ADHS ist es - egal ob mit Unterstützung von Medikamenten oder ohne - das die Schiffe lernen, wie sie allein das andere Ufer erreichen können, ohne dabei zu sinken oder zu spät zu kommen."

 

Artikel dazu

ADHS - Was ist das?

 

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