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Grundinformationen zu ADHS

Ist ADHS eine Behinderung?

Sein eigenes Kind als ein behindertes Kind zu verstehen, ist für viele Eltern sehr schwer. Bei ADHS ist das ganz besonders schwer, weil man die Behinderung ADHS optisch nicht wirklich erkennen kann.

 

Die perfekte Welt

In unserer westlichen Welt muss alles perfekt sein. Für nahezu alles gibt es Regeln oder eine „gesellschaftliche Vorstellung“ dafür, was als richtig oder falsch erachtet wird. Eine Behinderung wird oft als Makel empfunden. Als etwas Schlechtes. Etwas, das nicht in die perfekte Weltvorstellung passt.

Ob Vater oder Mutter eines ADHS-Kindes, oder als Erwachsener, der von ADHS betroffen ist, ist es immer sehr schwer sich einzugestehen, dass man nicht so ist wie andere. Dass das Kind nicht die gleiche Leistung wie gesunde Kinder bringen kann. Dass man als Erwachsener oft nicht den gesellschaftlichen Ansprüchen genügt.

Natürlich. ADHS ist nicht gleich ADHS. Es gibt verschiedene Schweregrade und Ausprägungen. Es gibt welche, die trotz ADHS im täglichen Leben gut bestehen können. Es gibt sogar einige, welche aus den ADHS-typischen Symptomen sachlich betrachtet über einen persönlichen Vorteil verfügen.

Wenn wir bei ADHS über eine Behinderung sprechen, dann reden wir immer über jene kleinen und großen ADHS-Patienten, welche den Alltag nicht alleine oder gar nicht bewältigen können. Wir reden über Menschen, die im täglichen Leben aufgrund von ADHS mit sich und ihrer Umwelt nur schwer zurechtkommen.

Als Grundsatz lässt sich zusammenfassen: Immer dann, wenn man Hilfe in Anspruch nimmt, ist ADHS eine Behinderung. Eine Hilfe ist zum Beispiel eine therapeutische Maßnahme, eine medikamentöse Behandlung, und so weiter. Denn jede Form der Behandlung rechtfertigt sich dadurch, dass das Kind oder der Erwachsene ohne Unterstützung den Alltag nicht bestehen kann.

 

Der Behindertenstatus (GdB)

Natürlich reicht eine medikamentöse Behandlung oder eine andere Maßnahme noch nicht dafür aus, einen offiziellen „Grad der Behinderung“ (GdB) zu beantragen, um damit einen Nachteilsausgleich zu erwirken. Und dennoch ist ADHS eine offiziell anerkannte Behinderung, sofern die breiten Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Aber schon allein das Bewusstsein darüber, dass ADHS eine Behinderung ist, die man auf den ersten Blick nicht sehen kann, lässt das betroffene Kind in einem anderen Licht erscheinen. Gerade auch in der Schule wird mit behinderten Kindern ganz anders umgegangen als mit gesunden Kindern. Die Erwartungshaltung passt sich an, und die Fürsorgebereitschaft ist sehr viel höher. Für ADHS-Kinder ist dies sehr wertvoll – während der gesamten Schul- und Ausbildungszeit.

 

ADHS nicht herunterspielen

ADHS als eine Behinderung zu betrachten, fällt nicht zuletzt den Eltern von ADHS-Kindern besonders schwer. Oft spielen sie die Schwierigkeiten selbst herunter. Die Ursache dafür besteht schlicht darin, dass sie ihr behindertes Kind von Geburt an haben, und gar nicht wissen, wie es ohne ADHS aufgewachsen wäre. Es fehlt der Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern, da man immer Wege sucht, um die Defizite in den Griff zu bekommen - und um Umstände auszugleichen.

 

Mein Kind ist nicht behindert (?)

Ob man ADHS als eine Behinderung betrachtet oder nicht, liegt so lange im Auge des Betrachters, bis man sich dazu entschließt, einen Behindertenstatus zu beantragen. Erst mit dem amtlichen Bescheid gilt das Kind, welches an ADHS leidet, offiziell als behindert.

Gleichzeitig wäre es aber fatal, die ADHS-Problematik allein an ein Stück Papier zu binden. Das wird der Situation von ADHS-Kindern schlicht nicht gerecht. Nicht jedes ADHS-Kind ist auch so stark beeinträchtigt, dass es als „behindert“ eingestuft werden kann. Wird es nicht als behindert eingestuft, bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass alles super und in Ordnung ist.

Es ist auch nicht richtig, wenn das eigene ADHS Kind nicht als behindert gilt, und man dieses dann auf jedes andere ADHS-Kind überträgt.

 


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Zu was rät ADHS-Zentrum?

Am Ende ist das Thema „ADHS und Behinderung“ ein heikles Thema, bei dem sehr viele Emotionen und das persönliche Empfinden große Rollen spielen. Und oft werden wir gefragt, ob es sinnvoll ist, einen Behindertenstatus zu beantragen. Und unsere Meinung ist: Ja, den Behindertenstatus sollten Eltern, bzw. selbstbetroffene Erwachsene, beantragen. Denn es ermöglicht den Eltern, als auch den von ADHS selbstbetroffenen Erwachsenen, die Möglichkeit, für einen Nachteilsausgleich zu sorgen.

 

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