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Grundinformationen zu ADHS

Methylphenidat als erste oder letzte Möglichkeit bei ADHS?

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen stellen sich Mediziner, Pädagogen und vor allem die Eltern sich die schwierige Frage, ob eine medikamentöse Behandlung des ADHS bei ihrem Kind unbedingt notwendig ist. Viele sind durch die oft falsche und reißerische Berichterstattung in TV und Print stark verunsichert.

 

Auf was kommt es an?

Die Diagnose ADHS allein rechtfertigt keine Behandlung durch Methylphenidat (Handelsname Ritalin, Medikinet, Concerta, Equasym). Es ist die Gesamtsituation des einzelnen Patienten die entscheidende Argumente liefert, ob eine Behandlung mittels Medikamenten ratsam ist oder nicht.

 

Wer braucht welche Hilfe oder Maßnahme?

In einigen Fällen reicht es bereits aus, wenn die Eltern und Lehrer vom ADHS des Kindes wissen und ihren Erziehungsstil und Unterricht den Umständen entsprechend anpassen. Im Volksmund spricht man hier vom "leichten ADHS" oder einer "leichten Ausprägung". Eine empfehlenswerte Hilfe ist hier der beratende Kinderarzt und der laufende Austausch mit Lehrern und Erziehern (z.B. im Hort oder in der Mittagsbetreuung). Eine Erziehungsberatungsstelle kann ebenfalls Alltagslösungen aufzeigen.

In anderen Fällen ist es unbedingt erforderlich dem Kind unmittelbar durch eine Therapie zu helfen. Möglichkeiten sind z.B. Ergotherapie, Spieltherapie, Verhaltenstherapie oder Psychotherapie. Entscheidend bei der Therapiewahl ist der Schwerpunkt der Probleme, die dem Kind oder Jugendlichem am meisten zu schaffen machen. Der behandelnde Kinderarzt wird den Eltern eine entsprechende Empfehlung nahe legen, nachdem es ausführliche Gespräche mit den Eltern und dem Patienten gab.

Je schwerer das ADHS ausgeprägt ist, desto schwerer hat es das Kind im täglichen Leben. Das kann sogar so weit gehen, dass der Alltag zu Hause und in der Schule nicht bewältigt werden kann. Im ersten Moment sind beratende Gespräche und jegliche Therapiemöglichkeiten ohne Erfolg. Das Kind bewegt sich in einer negativ-Spirale und ist für Hilfen nicht offen. Das "Chaos im Kopf" beherrscht das Kind. Das Kind lebt im Dauerstress. Immer Ärger zu Hause, immer Ärger in der Schule, immer (gefühlt) alleine.

In solchen schweren Fällen ist die medikamentöse Therapie nötig, um dem Kind überhaupt erst mal die Möglichkeit zu geben, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Neben der medikamentösen Therapie sind begleitende Therapien empfohlen wie z.B. Verhaltenstherapie, etc. . Leider ist es allerdings so, dass die meisten Kinder keine begleitenden Therapien machen können, weil es nicht genügend freie Therapieplätze gibt. Eine Tatsache die Seitens der Verantwortlichen aus Politik und Gesundheitswesen bevorzugt verschwiegen wird.

Dann gibt es - leider - noch einen weiteren Extremfall: Die Eltern sind mit den Problemen des Kindes schon bei "tausenden" Ärzten und Psychologen vorstellig geworden. Das Kind hat schon sämtliche Therapien durchgemacht die es gibt. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil - es wird immer schlimmer. Schulausschluss und schwere Depressionen oder Aggressivität ist keine Seltenheit.

Solche Kinder sind übertherapiert und daher "therapieresistent". Das kann durchaus auch Kinder betreffen, welche "nur" an einer "leichten Form" des ADHS leiden. Auch hier ist eine medikamentöse Therapie erforderlich um die negativ-Spirale zu durchbrechen. Schwierig bis unmöglich wird es, wenn das Kind bereits soweit übertherapiert wurde, das es selbst eine medikamentöse Therapie ablehnt. Und dann ist es zu spät und die Folgen sind kaum absehbar.

Fazit: Die Diagnose ADHS allein ist noch kein Grund für eine medikamentöse Behandlung. Jedoch sollte sie auch nicht das letzte Mittel sein um dem Kind oder Jugendlichen zu helfen.

 

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