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Grundinformationen zu ADHS

Methylphendiat: 10 Fragen und Antworten

Fragen & Antworten zur medikamentösen Therapie

1. Was bewirkt das Medikament?

Die Medikamente, die zur Behandlung des ADHS verabreicht werden, helfen Ihrem Kind, seine Aufmerksamkeit und seine Selbstbeherrschung zu verbessern. Die Medikation unterstützt die erzieherischen und therapeutischen Bemühungen, indem sie das Kind in die Lage versetzt, angemessener mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten und Alltagsaufgaben zu bewältigen.

 

2. Welche Medikamente gibt es?

Ritalin ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Medikament zur Behandlung des ADHS. Der Wirkstoff heißt "Methylphenidat". Weitere Medikamente, die auch eingesetzt werden und den gleichen Wirkstoff enthalten sind z.B.: Ritalin, Ritalin SR, Equasim, Medikinet und Concerta.

Daneben gibt es noch d-Amphetaminsaft, mit dem sehr gute Erfahrungen vorliegen. Zum Einsatz kommen auch in einigen ausgewählte Fällen Substanzen, die eigentlich zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva) entwickelt worden sind, aber eine gute Wirksamkeit bei dem ADHS haben können. Des weiteren werden in Einzelfällen auch Neuroleptika verwendet.

Ich beschränke mich im folgenden auf die Stimulantien, um die wichtigsten Fragen zur medikamentösen Behandlung aufzugreifen. Im Einzellfall ist die Medikamentenwahl mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.

 

3. Welche Erfahrungen liegen mit Stimulantien vor?

Ritalin gehört zu den am besten erforschten Medikamenten, die Kindern gegeben werden. ADHS-Kinder werden seit 60 Jahren mit solchen Substanzen (Stimulantien) behandelt.

 

4. Was machen Stimulantien (z.B. Ritalin, Medikinet, etc.) langfristig?

Die Stimulantien heilen wahrscheinlich nicht, sondern setzen die Kinder in eine bessere Ausgangslage, um ihre altersentsprechenden Entwicklungsanforderungen bewältigen zu können. Dies verhindert Fehlentwicklungen, die sonst ADHS-Kinder häufig nehmen.

 

5. Muss mein Kind die Medikamente immer nehmen?

In jedem Fall sollte das Medikament, wenn es als hilfreich erfahren wird, zunächst ein Jahr genommen werden. Dann sollte überlegt werden, ob die Dosis vielleicht vermindert werden kann oder ob das Kind in der Lage ist, mit seinen Beeinträchtigungen so weit umzugehen, das eine weitere medikamentöse Behandlung nicht unbedingt notwendig ist. Viele Kinder müssen das Medikament nur ca. bis zum 14. Lebensjahr, einige jedoch auch bis in das Erwachsenenalter hinein nehmen.

 

6. Welche Nebenwirkungen können Stimulantien (z.B. Ritalin) haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen sind eine Appetitminderung und Einschlafstörungen. Letzteres kann durch eine entsprechend frühzeitige Gabe deutlich vermindert werden. Wir sehen auch Nebenwirkungen, wie sie ebenso bei Leersubstanzen (Placebo) bemerkt werden: Übelkeit, Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Benommenheit.

Es gibt einzelne wenige Nebenwirkungen, die einen Verzicht auf die Stimulantienmedikation begründen können. Gefährliche Nebenwirkungen, die auch nach Absetzen der Medikation bestehen, sind nicht bekannt.

Man sollte jedoch auch bedenken das eine oder mehrere Nebenwirkungen auftreten können, jedoch nicht müssen. Man sollte den Beipackzettel immer gründlich durchlesen und ggf. mit dem Arzt Rücksprache über die Nebenwirkungen halten, wenn welche auftreten.

 

7. Kann man am Wochenende oder in den Ferien mit Stimulantien (z.B. Ritalin) pausieren?

Diese Medikamente sind nicht für den Schulerfolg gedacht, sondern um dem Kind eine bessere Auseinandersetzung mit der Umwelt zu ermöglichen. Lernen geschieht nicht nur in der Schule, sondern auch in der Familie und auf dem Spielplatz. Aus diesem Grund sollte nur unter ärztlicher Absprache evtl. in den großen Ferien unter klarer Vorgabe pausiert werden.

 

8. Hört mein Kind unter Medikation auf zu wachsen?

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass ADHS-Kinder, unabhängig, ob sie Medikamente bekommen oder nicht - oft eine verminderte Wachstumsgeschwindigkeit zeigen. Alle Kinder erreichen im heranwachsenden Alter eine normale Endgröße. Ferien unter klarer Vorgabe pausiert werden.

 

9. Kann ein Kind mit ADHS von Stimulantien (z.B Ritalin; Medikinet) süchtig werden?

Seit 60 Jahren werden Kinder mit Stimulantien behandelt, und seitdem ist in der Weltliteratur kein einziger Fall bekannt geworden, dass ein Kind, das wegen ADHS Ritalin bekommen hat, davon abhängig geworden wäre. Umgekehrt ist bekannt, dass unbehandelte ADHS-Kinder ein Risiko tragen, drogenabhängig zu werden!

 

10. Warum ist Ritalin / Medikinet nur auf BTM-Rezept zu bekommen?

Die Verpflichtung, eine Substanz unter das Betäubungsmittelgesetz zu stellen beziehen sich nicht auf tatsächlichen Missbrauch oder ggf. bestehendes Abhängigkeitspotential bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sondern auf ein potentiell suchtinduzierende Eigenschaften auch bei nicht-bestimmungsgemäßen Gebrauch.

Da alle Stimulantien potentiell missbraucht werden können, gehören alle Substanzen dieser Gruppe zu den BTM-pflichtigen Substanzen. Damit wird aber keine Aussage darüber getroffen, ob der bestimmungsgemäße Gebrauch mit Risiken verbunden ist oder nicht. Morphin z.B. gehört auch unter die BTM-pflichtigen Substanzen, führt aber in der chronischen Schmerztherapie nachgewiesener Maßen nicht zur Sucht, obwohl es bei nicht-bestimmungsgemäßem Gebrauch auch suchtinduzierend wirken kann.

Stimulantien werden in Drogenkreisen als "Beigebrauch" eingesetzt. Um den sachgerechten Gebrauch besser sichern zu können, müssen registrierte und kontrollierte Rezepte eingesetzt werden.

 

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